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Entzündung ist Teil eines ausgeklügelten Abwehrsystems des menschlichen Körpers. Dieser Prozess benötigt ein funktionierendes Immunsystem und erlaubt Gefahren, wie mechanische, chemische und biologische Signale abzuwehren oder zumindest einzudämmen  und damit Organschädigungen zu vermeiden. So schnell der Körper mit einer Entzündungsreaktion auf Gefahren reagieren kann, so schnell schaltet er diese auch wieder ab, wenn sie nicht mehr benötigt wird. Damit kann gleichzeitig eine Gewebereparatur begonnen werden. Wie diese Auflösung der Entzündung (engl. resolution) funktioniert, ist bisher nur unzureichend erforscht.

Unser Sonderforschungsbereich (SFB) 1181 mit dem Titel Schaltstellen zur Auflösung der Entzündung wurde  am 01. Juli 2015 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingerichtet, um die molekularen Mechanismen der Auflösung der Entzündung zu untersuchen und um eine Antwort auf die Frage zu finden, warum diese Auflösung bei chronisch entzündlichen Erkrankungen nicht funktioniert. Im Fokus der Forschungsarbeiten stehen hierbei Erkrankungen wie Arthritis, Morbus Crohn und Asthma, die durch den chronischen Entzündungsprozess an den inneren Oberflächen des Körpers gekennzeichnet sind und für die Patienten meist schwerwiegende gesundheitliche Auswirkungen haben.

Mit Unterstützung des SFB1181 hat ein internationales Forscherteam um Prof. Dr. Gerhard Krönke einen neuen Mechanismus identifiziert, der unmittelbar für den Ausbruch von Autoimmunerkrankungen verantwortlich ist. Hierbei scheint das Fehlen von bestimmten Zuckermolekülen an den für die Rheumatoide Arthritis verantwortlichen Eiweißstoffen ausschlaggebend zu sein.

SFB1181 Antragsteller Prof. Dr. Raja Atreya ist neuer Heisenberg-Professor an der FAU . Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) stärkt damit die Forschung über chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) in Erlangen. Das Uni-Klinikum Erlangen gehört zu den deutschen Zentren für die Behandlung und Erforschung von CED. Pro Jahr werden mehr als 4000 Patientenkontakte gezählt.


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