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Dr. Katharina Gerlach gewinnt Hans-­Hench­‐Promotionspreis für Klinische Immunologie

Mit dem Hans-­Hench­‐Promotionspreis zeichnet die Deutsche Gesellschaft für Immunologie Katharina Gerlach (Medizinische Klinik 1, Postdoc im SFB1181 B02) für ihren fundamentalen Beitrag zum Verständnis von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) und nachfolgenden colitis-assoziierten Krebserkrankungen (colitis-­‐associated cancer, CAC) aus. Über die molekularen Mechanismen die zur Entstehung von CED und CAC beitragen ist noch recht wenig bekannt. In ihrer Promotionsarbeit untersuchte Katharina Gerlach die Rolle von Transkriptionsfaktoren und Zytokinen (körpereigene regulatorische Eiweiße zur Steuerung der Immunantwort) bei sogenannten T Helfer Zellen.   Katharina Gerlach konnte als erste den Transkriptionsfaktor NAFATc2 als wichtigen Biomarker für CAC identifizieren. Über die Regulierung des Zytokins IL-­‐6 trägt NAFATc2 zur Bildung von Darmtumoren bei. Darüber hinaus konnte Katharina Gerlach IL-­‐9 produzierende Th9 Zellen (ein Subtyp von T Helfer Zellen) als Hauptregulatoren bei Magen-­‐Darm-­‐Entzündungen identifizieren. Die Ergebnisse von Katharina   Gerlach enthalten wesentliche neue Ansatzpunkte für die Analyse von tumorspezifischen Bio-­‐ markern  bei Patienten  und  könnten  zu  neuen  Therapieansätzen  bei  CED  mittels  des Einsatzes  spezifischer Antikörper führen.

Katharina Gerlach studierte Pharmazie und Biologie an der Friedrich-­Alexander  Universität Erlangen-­Nürnberg. Von 2010 bis 2015 fertigte sie ihre Dissertation mit dem Titel “Analysis of the role of T helper cells in Ulcerative colitis and colitis-­‐associated cancer“ im Labor von Benno Weigmann an. Aktuell arbeitet sie als Post-­‐Doc im Labor von Benno Weigmann in der Medizinischen Klinik 1 (Gastroenterologie und Endokrinologie) am Universitätsklinikum Erlangen.

Der Hans-­Hench-­Promotionspreis für Klinische Immunologie wird für die beste, in Deutschland durchgeführte Dissertation auf dem Gebiet der Klinischen Immunologie (Rheumatische Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Immundefizienzerkrankungen) vergeben. Namensgeber des Preises ist Hans Hench, Diplom­‐Ingenieur und Unternehmer aus Inzlingen. Er gründete im Jahre 1988 die Hans-­Hench-­Stiftung. Sie dient der „Förderung fortbildungswilliger Doktoranden, Diplomanden, Ärzten und Therapeuten auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung der Rheumatologie/ Immunologie.