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Es geht weiter! Game In Flame breitet sich in der Lunge aus

Jetzt müssen Eos und entzündungsfördernde Gewebshormone in der Lunge gezielt bekämpft werden. ©Medizin3/Uniklinik Erlangen
Jeleazcov, Sandra

Während eines Asthmaanfalls müssen molekulare Szenarien spielerisch bekämpft werden

Bereits fünf Monate nach dem Launch des Serious Game Game In Flame – Battle Against Inflammation bringt der Sonderforschungsbereich (SFB) 1181 am Universitätsklinikum Erlangen das zweite Update online. Unter www.gameinflame.de lernt der Spieler, wie es zu einem Asthmaanfall kommen kann und wie dieser mit einer gezielten Medikamententherapie bekämpft werden kann.

Allein in Deutschland leiden circa 3 Millionen Menschen an Asthma, davon sind etwa 10 Prozent Kinder im Alter unter 15 Jahren. Asthma bronchiale ist leider bisher nicht heilbar, aber es gibt glücklicherweise zahlreiche medikamentöse Therapien. Jede Therapie hat die Aufgabe effizient die Entzündungsreaktion zu kontrollieren und bestenfalls abzuschalten. Wichtig bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen ist, dass die Patienten trotz ihrer Erkrankung ein normales Leben führen können. Betroffene und ihre Angehörige benötigen umfassende Informationen zu ihrer Erkrankung und Therapie.

Was passiert bei Asthma in meiner Lunge?

Das Serious Game Game In Flame – Battle Against Inflammation erklärt die molekularen Vorgänge und Therapiemöglichkeiten, die wesentlich für die Entstehung, Aufrechterhaltung und Bekämpfung von Asthma bronchiale sind. Tagtäglich dringen körperfremde Stoffe, sogenannte Allergene, in unseren Körper ein. Gelangen einige Allergene ein zweites Mal in die Lunge, reizen sie das Immunsystem so sehr, dass dieses mit einer Abwehrreaktion antwortet. Wie ein Asthmaanfall bekämpft oder verhindert werden kann, wird in der neuen Welt des Browserspiels Game In Flame erklärt. Der Spieler muss Leukotrien-Hemmer und Glukokortikoide strategisch klug positionieren und die entzündungsfördernden Gewebshormone (Leukotriene) und eosinophilen Granulozyten beseitigen. Leukotriene verengen während eines Asthmaanfalls die Atemwege, in dessen Folge der Patient schlecht Luft bekommt. Um den heftigen Kampf in der Lunge zu gewinnen und die Entzündungsreaktion zu kontrollieren, stehen dem Spieler innerhalb der sechs Level neben den Basismedikamenten noch ein paar spannenden Sonderwaffen zur Verfügung.

Wissen schaf(f)t Zukunft

Das Serious game „Game In Flame – Battle Against Inflammation“ ist im Rahmen des SFB 1181 entwickelt worden, um Interesse an der Wissenschaft zu wecken, das Bewusstsein für chronisch-entzündliche Erkrankungen zu schärfen und Patienten zu einer stärkeren Medikamententreue zu bewegen. So können komplexe Inhalte aus der Wissenschaft allgemein verständlich in die Bevölkerung transportiert werden. Durch die Wissenserweiterung kann langfristig die Anzahl der Patienten mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen in Remission erhöht werden, in dessen Folge die finanzielle Belastung der Gesundheitsysteme gesenkt werden könnte. Der SFB 1181 „Schaltstellen zur Auflösung von Entzündung“ unter Leitung der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie (Direktor: Prof. Dr. univ. Georg Schett) am Universitätsklinikum Erlangen der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg ist 2015 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eingerichtet, um Antworten auf die Frage zu finden, warum die Entzündung bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen nicht abgeschaltet werden kann und den eigenen Körper schädigt.

                         

 

Weitere Informationen:

Sandra Jeleazcov
Tel.: 09131/85-39109
Sandra.jeleazcov@uk-erlangen.de