Navigation

Medizinisches Lernspiel für die Hosentasche

Liebevoll gezeichnet präsentiert "Game in Flame" vielfältige Erreger, Medikamente und Immunzellen. Foto: Uni-Klinikum Erlangen
Jeleazcov, Sandra
Das Entzündungsspiel „Game in Flame“ gibt es jetzt auch als Handy-App

Der älteste Verteidigungskampf auf Erden? Der hat nichts mit germanischen Helden oder römischen Legionen zu tun, sondern mit dem Gefecht des Immunsystems gegen eindringende Erreger – zum Beispiel bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie Gicht, Morbus Crohn und der Colitis ulcerosa. Welche Ursachen diese Leiden haben, was sie im Körper auslösen und wie Medikamente wirken, das zeigt das Lernspiel „Game in Flame“. Entwickelt wurde es von einem interdisziplinären Team aus Medizinern und Forschern der Medizinischen Klinik 3 – Rheumatologie und Immunologie (Direktor: Prof. Dr. med. univ. Georg Schett) des Universitätsklinikums Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Jetzt ist der Spaß auch als kostenlose App für iOS- und Android-Systeme verfügbar.

Weltweit leiden Millionen Menschen an chronisch-entzündlichen Erkrankungen. Diese entstehen, wenn das Immunsystem zwar erfolgreich gegen einen Eindringling vorgeht, dieser Kampf dann aber eskaliert. Die Folge: Entzündungen geraten außer Kontrolle, breiten sich aus und schädigen den eigenen Körper. Das Spiel „Game in Flame“ – bisher als kostenlose Browserversion und jetzt auch mobil als Handy-App – erklärt, wie das Immunsystem normalerweise gegen Erreger vorgeht, und was auf molekularer Ebene schiefläuft, wenn eine chronisch-entzündliche Erkrankung vorliegt. Es gilt, gegen bösartige Harnkristalle zu kämpfen, Immunzellen strategisch aufzustellen, Medikamente als Waffen geschickt einzusetzen und diese im richtigen Moment nachzuladen. Ein Spaß für zu Hause und das Wartezimmer! „Langfristig ist es unser Ziel, mit dem Spiel das öffentliche Bewusstsein für die Behandlung von Krankheiten wie Gicht, Morbus Crohn und Asthma zu erhöhen. Es soll die Öffentlichkeit für die Frühsymptome sensibilisieren, um frühzeitige Diagnosen zu ermöglichen“, erklärt Prof. Schett. „Das steigert nicht nur die Therapieerfolge, sondern entlastet auch das Gesundheitssystem nachhaltig.“

 

Weitere Informationen:

Sandra Jeleazcov
Telefon: 09131 85-39109
E-Mail: sandra.jeleazcov@uk-erlangen.de

Weitere Hinweise zum Webauftritt